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Das Projekt

Das borg3 befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Flaktürmen im Arenbergpark. Die örtliche Nähe und die Möglichkeit für Schulklassen, den Gefechtsturm im Rahmen von Führungen durch die Gegenwartskunst-Sammlung des MAK auch innen zu erleben, waren Anlass für die Auseinandersetzungen der 7c mit den Türmen in den Fächern Geschichte, Deutsch und Bildnerische Erziehung im Schuljahr 2008/09. Neben der historischen Recherche wurde vor allem der dokumentarisch-fotografische Zugang gewählt. Darüber hinaus entstanden einige künstlerisch motivierte, konzeptuelle Arbeiten.
In der Folge gestaltete das Wahlpflichtfach Visuelle Mediengastaltung im Schuljahr 2009/10 aus dem vorhandenen Material mit Unterstützung der Grafikerin Anna Breitenberger Flyer, Broschüren, Poster und Postkarten.

Wir danken dem Vermittlungsteam des MAK, das uns einen Einblick in die Sammlung gewährte und es uns erlaubte, in den Innenräumen des Gefechtsturms zu fotografieren. Weiters möchten wir uns bei Kuturkontakt Austria für die finanzielle Unterstützung bedanken, mit der die professionelle Betreuung durch die Fotografen Marcel Köhler und Kurt Prinz und die Grafikerin Anna Breitenberger ermöglicht wurde.

Das Online-Magazin ANDY (Art News Design for Young People) hat unser Projekt in sein Portal aufgenommen. Wir freuen und bedanken uns.
Die SchülerInnen der 7c und ihre Lehrerinnen Anna Koch-Handschuh und Barbara Zeilinger

Über die Wiener Flaktürme

Nachdem die Kämpfe des Zweiten Weltkriegs auch immer mehr auf Wien übergriffen, ordnete Adolf Hitler am 9. September 1942 den Bau von Flaktürmen an. Mit der Planung war der Architekt Friedrich Tamms beauftragt. Im Winter 1942/43 wurde mit ihrer Errichtung in Wien begonnen. Sie stehen paarweise – bestehend aus je einem Gefechts- und einem Leitturm - in einem ungefähren Dreieck um den Stephansdom, um vor allem die Innenstadt zu schützen. Neben den Flaktürmen im Arenbergpark gibt es je zwei Türme im Augarten und im Esterhazypark/Stiftskaserne. Die Türme sind unterschiedlich hoch, jedoch befindet sich ihre obere Plattform auf gleicher Seehöhe, was eine Gesamtkoordination der Luftabwehr ermöglichte. Die Trennung in Leitturm (zum Messen der Daten) und Gefechtsturm war nötig, damit die Messgeräte nicht durch Rauch und Erschütterung beim Abschuss von Munition gestört wurden.

Darüber hinaus boten die Flaktürme Schutzräume für die Zivilbevölkerung. Die überwiegend aus technischen Anforderungen der Fliegerabwehr und des Luftschutzes entwickelte Zweckarchitektur der Flaktürme erfüllte letztlich nur einen geringen militärischen Nutzen, ihre symbolische Bedeutung als Schutz- und Wehrbauten war für ihre Realisierung mindestens ebenso wichtig.

Das Flakturmpaar im Wiener Arenbergpark trug den Codenamen "Baldrian". Im Gefechtsturm ist heute das Depot für Gegenwartskunst des Museums ür Angewandte Kunst untergebracht. Darüber hinaus will man den Turm selbst zu einem Kunstprojekt, den „Contemporary Art Tower“ (genannt CAT) umgestalten, was zum Zeitpunkt unserer Recherchen (Frühling 2009) jedoch auf Widerstand der Anrainer stieß.